Harzer Durstlöscher aus 150 m

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ hat jetzt über die Harzer Mineralquelle Blankenburg GmbH berichtet, die 1998 am Hasenwinkel in Blankenburg mit einer zweistelligen Millionensumme einen neuen Brunnenbetrieb mit innovativen Abfüllanlagen errichtet hat.

Neue Anlage. Wiesenquell bläst Petlinge zu Flaschen auf!

Neue Anlage. Wiesenquell bläst Petlinge zu Flaschen auf!

Dort liefern für über 50 Produkte zwei Quellen mineralhaltiges Wasser. Vor dem Befüllen werden Petlinge zu PET Flaschen aufgeblasen. In Blankenburg werden seit 1947 alkoholfreie Getränke abgefüllt.

Mit-Geschäftsführerin Ricarda Weitemeyer erklärt, dass die verkauften Füllungen seit 1998 (16,5 Millionen) über das Jahr 2002 (über 30 Millionen) bis auf über 50 Millionen im Jahr 2011 angestiegen seien. In riesigen Tanks landet das Wasser, das aus den beiden unterirdischen Brunnen auf dem Firmengelände stammt.

Ricarda Weitemeyer verrät, dass „Wiesenquell“ und „Regensteiner“ durch die unterschiedlichen Tiefen von 150 bzw. 100 m verschiedene Zusammensetzungen haben. „Beide sind für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet. Schon 1958 bekam das Mineralwasser den Namen „Wiesenquell“, damals wurden die Abfüllanlagen renoviert und ein neuer Brunnen gebohrt.

Die Technologie stellte sich nach der politischen Wende als total antiquiert dar, Ralph Weitemeyer, der im März 1989 in Blankenburg zum Direktor wurde, stellte dies damals mit Entsetzen fest. Zuvor war der diplomierte Brauingenieur in Wernigerode bei der Hasseröder Brauerei technischer Leiter. Die Familie Weitemeyer kaufte 1997 das Blankenburger Unternehmen, so konnte die Modernisierung in die Tat umgesetzt werden.

Der Chef unterstreicht, dass der Mischer das Kernstück der Anlage sei. Damit können unterschiedliche Geschmacksrichtungen von „Asco Cola“ und „Oranica“ (schon zu DDR Zeiten populär), über Fruchtschorlen und Limonaden bis hin zu Fitness- und Bittergetränken produziert werden.

Die Kräuterlimonade „Harzer Kräuterhexe“ hingegen ist eines der neusten Produkte des Unternehmens, es ist zuletzt mit dem Siegel „Typisch Harz“ gekürt worden, was auch für das Blankenburger „Wiesenquell“ Wasser gilt. Carola Schmidt vom Harzer Tourismusverband erklärt, dass neben dem natürlichen Mineralwasser als Grundstoff auch die in der Kräuterhexe verwendete Rezeptur aus Gewürzen und Kräutern aus dem Harz stammten, was Voraussetzung für die Auszeichnung „Typisch Harz“ sei.

Auf jener Liste sind es die ersten alkoholfreien Getränke. Ralph Weitemeyer wundert sich über die starke Nachfrage, da es sich hierbei schon um den zweiten diesbezüglichen Versuch handelte. Bereits in den 1990er Jahren hatte eine Kräuterlimonade Marktreife erlangt, aber die war beim Kunden nicht gut angekommen. Mit der Zeit ändern sich eben auch die Geschmäcker.

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